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Stärke / Molekulare Eigenschaften


Die Natur liefert uns mit dem Rohstoff Stärke ein Potential, auf dessen Grundlage Produkte mit verschiedenen Funktionalitäten entwickelt werden können. Neben physikalischer, säurehydrolytischer und enzymatischer Behandlung der Stärke gewinnt die chemische Derivatisierung zunehmend an Bedeutung. Kationische, anionische und hydrophobe Substituenten bedingen ein breites Spektrum unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften.


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Sowohl im technischen Bereich als auch in der Lebensmittelherstellung wird Stärke hauptsächlich als Viskositätsregulator, Suspensionsmittel, Emulgator, Gelbildner, Bindemittel und Filmbildner bzw. als Komponente in Materialien verwendet.

Wenn ein Produktziel definiert ist, sind eine Reihe stärkespezifischer Aspekte für die Auswahl der Art der Funktionalisierung und der Verfahrenstechnologie zu berücksichtigen. Neben der Stärkeart und dem Amylose/Amylopektin-Verhältnis übt die molekulare Zusammensetzung, die Verteilung der Molmasse sowie die Verteilung der Substituenten einen Einfluss auf die Eigenschaften aus.

Zur Ermittlung von Zusammenhängen zwischen der Struktur und der Eignung für spezielle Applikationen werden neben molekularer Charakterisierung auch Untersuchungen zur Löslichkeit, Dispergierbarkeit, Filmbildung, Extrudierbarkeit, zum rheologischen Verhalten, zum Einsatz in Trennprozessen als auch zur Wechselwirkung mit anderen Polymeren und niedermolekularen Substanzen durchgeführt.

Die Stärke bietet nicht nur Möglichkeiten zur Optimierung für spezielle physiko-chemische Eigenschaften. Sie ist auch verträglich mit Hydrokolloiden und anderen wasserlöslichen Polymeren, kann daher eine effektive Komponente in multifunktionalen Systemen darstellen.